| Studie der FH Wiesbaden zeigt große Lücken beim Qualitätsmanagement der Zahnärzte auf. |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Dienstag, den 01. Januar 2008 um 01:00 Uhr | |||
Wie eine Studie der Fachhochschule Wiesbaden - University of Applied Sciences unter Leitung von Prof. Dr. Bettina Fischer belegt, ist die Einführung eines geordneten Qualitätsmanagements in den Zahnarztpraxen noch lange nicht flächendeckend realisiert. Obwohl seit vielen Jahren nach § 135a SGB V eine gesetzliche Pflicht zur Umsetzung der Qualitätssicherung besteht, stehen viele Praxen noch am Anfang des Prozesses. Eigentlich sollte in jeder Praxis die sog. Umsetzungsphase spätestens zum 01.01.2008 eingesetzt haben. Entsprechende Überprüfungen durch den Gesetzgeber können die Praxen seit 2008 jederzeit treffen. Die von der Hochschule im November 2007 durchgeführte repräsentative empirische Befragung der Dentisten zeigt, dass sich nur 51% der Praxen dem Thema Qualitätsmanagement bereits angenommen haben. Viele Zahnärzte glauben dennoch, in den verbleibenden 24 Monaten ein QM-System kurzfristig implementieren zu können. Dabei zeigte die Studie auf, dass sehr häufig die Praxisleitung selbst als „QM-Beauftragter“ fungiert. Die notwendigen Informationen beschaffen sich – so die Ergebnisse der Umfrage - die Praxen auf unterschiedlichste Weise: Seminare, Literatur und auch entsprechende Softwarelösungen halten sich bei den Informationsquellen etwa die Waage.Besonders der zeitliche Aufwand und die Kosten für die Einführung schrecken die Praxen immer noch sehr ab – immerhin 47% der Befragten nannten einen dieser beiden Faktoren als hauptsächliches Problem bei der QM-Einführung. Unterstützungsbedarf sehen die befragten Ärzte insbesondere im Bereich der EDV-Umsetzung. Klaus Hörner, Geschäftsführer der Schey & Hörner GmbH in Bruchsal, der Auftraggeber der Studie, sieht sich bestätigt: „Wir werden den Praxen weiterhin kostengünstige und umfassende Werkzeuge zur effektiven Gestaltung Ihres QM-Systems an die Hand geben. Mit unserem System iQMforte erhält der Zahnarzt dabei weit mehr, als ein Handbuch-Erstellungs-Tool“. Obwohl die Studie von Prof. Dr .Fischer klar zeigt, dass im Moment die Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen für die Zahnärzte der maßgebliche Beweggrund für die QM-Einführung ist, erhoffen sich viele Praxisinhaber jedoch auch transparentere Arbeitsprozesse und eine verbesserte Praxisorganisation durch das QM. "Wenn das praxisinterne Qualitätsmanagement tatsächlich zu besseren Strukturen geführt hat, wird sich der Anteil der QM-Kritiker (immerhin 54% der Befragten) deutlich verringern", so die Leiterin der empirischen Studie Prof. Dr. Bettina Fischer.
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Oktober 2008 um 17:45 Uhr |
Aktuelles


